UNSERE DOZENTEN – Silvia Müller | Blockflöte, Consortspiel, Kammermusik

  • Kurs 1
    Die Blockflöte – ausdrucksstark von Renaissance bis Avantgarde

    Kurs 2
    The Sweetness of Tears and Joy in Music – Englische und Italienische Kammermusik des 16. und 17. Jahrhunderts für Blockflöte

  • Die Blockflöte – ausdrucksstark von Renaissance bis Avantgarde

    Meine Kurse richten sich an alle Blockflötisten, die musikalische oder technische Anregungen suchen und die Vielfalt an Ausdrücksmöglichkeiten auf dem historischen Instrument Blockflöte kennenlernen oder erweitern wollen, sei es im Solo-, Consort oder Kammermusikspiel, als Einstiegs- und Fortgeschrittenenkurs.

    Neben physiognomischen Fragen zur Atem-, Finger- und Zungenechnik, ausgehend von einer möglichst natürlichen Haltung des Instruments, können Körperwahrnehmung und bewusstes Üben geschult, sowie verschiedene Übetechniken aufgezeigt werden.

    Ich möchte grundlegende Fragen zur Tonbildung und zur allgmeinen Klangvorstellung aufgreifen, sowie einen ausdrucksstarken, lebendigen Ton gezielt schulen, denn dieser bildet die Grundlage für das Erreichen der vollen Bandbreite musikalischen Ausdrucks.

    Daneben steht die allgemeine musikalische Arbeit am Repertoire (vorwiegend) Alter Musik für Solo-Blockflöte, Blockflötenconsort oder Kammermusikensemble, die Behandlung stilistischer Merkmale unterschiedlicher Epochen, Fragen nach Artikulationsarten, Phrasierungen, Intonation und Timing. Gezielt können wir ebenfalls ein Auftrittstraining ergänzen, welches sich besonders mit Bühnenpräsenz, Publikumswirksamkeit und Bewältigung von Auftrittsangst beschäftigt.

  • The Sweetness of Tears and Joy in Music – Englische und Italienische Kammermusik des 16. und 17. Jahrhunderts für Blockflöte

    In der Renaissance etablierte sich die Musizierpraxis, gleiche Instrumente als Familie in sogenannten „Consorts“ zusammenzuspielen. Die im Stimmumfang weitreichenden Lagen unterschiedlich registrierter Blockflöten eröffneten dem Hörer ein farbiges Klangspektrum. Gerade in England sprach man vom „Goldenen Zeitalter“ der Blockflöte, was nicht zuletzt Könrich Henry VIII und seiner Liebe zu diesem Instrument zu verdanken ist. Neben dem Consortspiel kann sich die Blockflöte in ihrer Blütezeit auch als Diminutions- und Soloinstrument etablieren.

    Die Entstehung der solistischen Instrumentalmusik war eine der Errungenschaften Italiens zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert. Die Emanzipation des Soloinstrumentes aus dem Ensemble gelang durch die Zusammenfassung der Unterstimmen zu einer vorrangig akkordischen Begleitung von Cembalo, Orgel oder der Laute. Musikalische Merkmale dieser Zeit waren insbesondere die Ablösung vom Text und der Affektgehalt in der Musik.

    Neben der allgemeinen musikalischen Arbeit am Repertoire für Solo – Blockflöte, Blockflötenconsort oder Kammermusikensemble beschäftigen wir uns im Kurs gerne mit Fragen über die allgemeine Klangvorstellung im 16. und 17. Jahrhundert und ihrer konkreten technischen Umsetzung am Instrument.

    Impulse und Anregungen zum Üben und Übemethoden sollen BlockflötistInnen unterschiedlichen Spielniveaus (Semi-Professionelle, Studierende, Musiklehrer) einladen und anregen, die musikalische Bandbreite des Instruments zu erweitern und in eigenen Konzerten, Workshops oder Unterrichten weiterzugeben.

  • Silvia Müller tritt international solistisch wie auch in verschiedenenen kammermusikalischen Besetzungen mit Ensembles wie der Lautten Compagney Berlin, Gli Incogniti, dem Festivalensemble Stuttgart, Cantus Thuringia & Capella oder dem Collegium Musicum Riga auf.

    So arbeitete sie u.a. mit Wolfgang Katschner, Helmut Rilling, Amandine Beyer, Bernhard Klapprott und Maris Kupcs zusammen und spielte z.B. bei den Internationalen Händelfestspielen Halle, dem Bachfest Leipzig, dem International Early Music Festival Riga und Itinéraire Baroque en Périgord. Aufnahmen für den BR, den MDR, das ZDF und das CD-Label cpo dokumentieren ihre künstlerische Arbeit.

    Silvia Müller studierte Blockflöte und Alte Musik bei Prof. Myriam Eichberger und Prof. Maurice van Lieshout an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Nach dem Künstlerischen Diplom 2007 erhielt sie im Jahr 2011 das Konzertdiplom im Fach Blockflöte.

    Als Preisträgerin des Internationalen Solistenwettbewerbs für Alte Musik Schärding / Österreich erhielt sie 2007 eine Einladung zum Festival Itinéraire Baroque von Ton Koopmann. Im selben Jahr gewann sie den 2. Preis bei The International Recorder Competition Montreal / Kanada. Das von ihr mitbegründete Ensemble Wooden Voices wurde beim ERTA–Wettbewerb in Freiburg / Breisgau, beim Internationalen Wettbewerb Musica Antiqua des Festival van Flaanderen Brugge, sowie beim Internationalen Telemann–Wettbewerb Magdeburg mit weiteren Preisen ausgezeichnet.

    Silvia Müller war Stipendiatin der Neuen Liszt Stiftung Weimar, der Oscar und Vera Ritter–Stiftung und der Thüringer Graduiertenförderung.

Der blutige und sterbende Jesus

Tage Alter Musik Herne

Reinhard Keisers Passionsoratorium "Der blutige und sterbende Jesus" (1705) war am 12. November 2017 Höhepunkt und Abschlusskonzert der Tage Alter Musik Herne (WDR3). Den exzellenten Konzertmitschnitt mit Cantus Thuringia und Capella Thuringia unter der Leitung von Bernhard Klapprott können Sie hier anschauen: 

Abschlusskonzert Tage Alter Musik Herne

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